Machen Sie Yoga!

Der Yoga ist in seiner indischen Tradition nicht nur eine Lehre von meditativen und konzentrativen Körperübungen zur Gesunderhaltung, sondern eine umfassende Lebensphilosophie. Inzwischen wird Yoga auch von vielen Leistungssportlern und Künstlern ausgeübt. Viele Elemente des Yoga konnten aber in die europäische und amerikanische Kultur übertragen und inzwischen verzeichnen wir seit vielen Jahren einen ungebrochenen Modetrend für Yoga. Parallel dazu begann man die medizinische Wirkung von Yoga zunehmend auch wissenschaftlich zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studien weisen Yoga inzwischen als eine hochwirksame medizinische Therapie für eine Vielzahl von chronischen Erkrankung aus.

Formen des Yoga
Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit eigener Philosophie und Praxis.  Die praktischen Kernelemente des Yoga sind

  • Körperübungen, Hatha Yoga
  • Atemübungen, Pranayama
  • Konzentrative Übungen, Meditation
  • Gesunde Ernähung
  • Eine ethische Lebensführung
  • Reinigungstechniken, wie Nasenspülung, Einläufe, etc.


Anwendungsbereiche und Effekte des Yoga

Die Yogaübungen verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und die seelisch-religiöse Dimension in Einklang bringen soll. Wissenschaftlich am besten untersucht sind die Körperübungen (Asanas) des Hatha Yoga. Yoga zeigte sich hier hoch wirksam in der Behandlung von

  • Chronischen Rücken- und Nackenschmerzen
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Spannungskopfschmerz
  • Begleitende Behandlung von Brustkrebs
  • Begleitend Behandlung leichter Formen von Depression
  • Fibromyalgie, Weichteilrheuma
  • Stress, Burn-out

Für zahlreiche weitere Indikationen laufen derzeit weltweit wissenschaftliche Untersuchungen. In einigen Studien konnten wir belegen, dass sich durch eine wöchentliche 90 minütige Yoga Praxis (Iyengar Yoga) zahlreiche Schmerzsyndrome (Rücken, Schulter, Nacken) bessern, Stress gelindert wird und dieser Effekt relativ schnell, bereits nach der ersten Yoga Stunde auftritt. Der ausgeprägte therapeutische Effekt von Yoga scheint durch die Kombination aus Muskeltraining, Atementspannung, und Dehnung sowie achtsamer Körperwahrnehmung bedingt zu sein. In vielen Studien zeigte sich Yoga herkömmlicher Krankengymnastik oder sportlichen Übungen überlegen.

Seit kurzem gibt es auch zunehmende Erkenntnisse über die gesundheitsfördernden Wirkungen der Atemtechniken des Pranayama. Eine Verlangsamung des Atems, wie sie oft bei regelmässigem Yoga resultiert, verbessert beispielsweise die Herzfunktion und senkt den Blutdruck. Wird Yoga in seine umfassenden Form, z,B. auch mit einer vegetarischen Ernährung und Edition kombiniert, finden sich beeindruckende Heilerfolge in der Behandlung von Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel Erkrankungen

Auswahl des richtigen Kurses
Das Angebot an Yoga Schulen und Techniken ist, groß und unübersichtlich. Grundsätzlich sind die Techniken nach Iyengar sowie die im Bund Deutscher Yoga Lehrer (BDY) vernetzten Schulen empfehlenswert. Verbreitet sind auch Sivananda Yoga, Asthanga / Vinyasa Yoga, Jivamukti Yoga oder Bikram Yoga. Auch entstehen inzwischen Mischformen wir Yogilates, ein Mix aus Pilates und Yoga. Diese neuen Stile sind in der Regel keinesfalls besser als die klassischen Yoga Techniken. In der praktische Anleitung ist nicht nur der eigentliche Stil von Bedeutung, sondern dass Lehrer/-in Haltungen persönlich und präzise beobachtet, korrigiert und darauf achtet, dass keine Fehlhaltungen oder Überforderungen und damit potentiell Verletzungsgefahr entstehen.

Am Immanuel Krankenhaus arbeiten wir mit zertifizierten Lehrern der Iyengar Methode und dem Iyengar Yoga Institut Berlin sowie mit dem Studio Sonne und Mond zusammen

Meine Empfehlung: Probieren Sie Yoga aus, es kann für Sie eine hochwirksame gesunderhaltende und die Lebensqualität verbessernde Körpertechnik sein.

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